+++ Pressemitteilung vom 31.03.2020 +++ – Ralf Stadler zur Corona-Krise: „Wir brauchen einen Sonderweg und eine klare Exit-Strategie!“

Dass die Verantwortlichen angesichts der „Corona-Pandemie“ zunächst strikt gehandelt haben war richtig und angemessen. Doch jetzt ist es wichtig, den Weg aus dem „Corona-Shutdown“ zu finden. Alles andere ist unseren Bürgern nicht zuzumuten und schadet der Gesellschaft mehr, als es der Gesundheit nutzt.

Die Medizin empfiehlt der Gesellschaft die Selbstabschließung, aber auch der Kollaps des wirtschaftlichen Lebens fordert Tausende Tote.  Die Letalität in Deutschland liegt bei 0,5 Prozent. Das ist eben nicht viel höher als die Sterblichkeit bei einer außergewöhnlich schwer verlaufenden Grippewelle.

Die von 1968 bis 1970 tobende Hongkong-Grippe war viel aggressiver als Corona und tötete mehr als eine Million Menschen, darunter etwa 40 000 Deutsche, ohne dass deswegen Schulen oder Fabriken geschlossen wurden.

Jakob Augstein (SPIEGEL) hat in den vergangenen Wochen mehrfach darauf hingewiesen, dass ein Kollaps des öffentlichen Lebens möglicherweise noch schlimmere Auswirkungen hätte als die befürchtete Überlastung der Krankenhäuser.

Der Finanzexperte Leonhard Fischer hat auf das Beispiel von Griechenland verwiesen, an dem sich exemplarisch studieren lässt, wie der Absturz einer Gesellschaft erst die kollektive Verarmung und dann auch die Sterblichkeit nach oben treibt. Eine „Lancet“-Studie, die Fischer zitiert, beziffert den Anstieg der Mortalitätsrate in Griechenland zwischen 2010 und 2016 auf 17,8 Prozent. Das wären, auf Deutschland übertragen, 100.000 Todesfälle mehr – pro Jahr.

Ralf Stadler sagt hierzu: „Söder hat eine Reihe von Beschränkungen eingeführt, die massiv in unsere Grundrechte eingreifen und für die es bloß eine sehr geringe wissenschaftliche Grundlage gibt. Der Ministerpräsident nutzt die Notsituation offenbar zur eigenen Profilierung aus. Es wäre besser einen Weg zu gehen, der nicht unser komplettes gesellschaftliches und wirtschaftliches Leben ruiniert und trotzdem die gesundheitlichen Risiken minimiert.

Wir sollten lieber – soweit möglich – zu einem Grad der Normalität zurückkehren, der es uns erlaubt, das öffentliche Leben und die Wirtschaft am Laufen zu halten. Die Ausgangsbeschränkungen sollten wieder aufgehoben werden. Schulen und Kitas könnten wieder öffnen.

Arbeitnehmer sollen weiterhin, wenn möglich im Homeoffice arbeiten. Reisebeschränkungen soll es auch zukünftig geben und Ansammlungen von mehr als 10 Personen sollen ebenfalls unterbleiben. Restaurants und Gaststätten können unter bestimmten Voraussetzungen wieder öffnen. 

Lediglich die Älteren und Risikogruppen sollen zu Hause bleiben und soziale Kontakte vermeiden. Weitere Maßnahmen, die noch vertretbar sind, wären ebenfalls anzudenken. Damit wäre es für einen großen Anteil der Bürger wieder möglich, Ihrer beruflichen Tätigkeit nachzugehen und ihre Existenzen zu sichern.

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