„Das Holz gehört auf die Schiene“ – Ralf Stadler, AfD besucht Traditionsbetrieb Schwaiger in Hengersberg

„Das Holz gehört auf die Schiene“ – Ralf Stadler, AfD besucht Traditionsbetrieb Schwaiger in Hengersberg

„Das Holz gehört auf die Schiene!“ Mit diesen hochaktuellen Worten begrüßte Betriebsleiter Johann Niedermeier den AfD-Landtagsabgeordneten Ralf Stadler zur Besichtigung der Firma Schwaiger in Hengersberg.

Die zehn Kilometer lange Bahnlinie zwischen Firmengelände und Deggendorfer Hafen kann das Unternehmen sein Eigen nennen und das Anschlussgleis im Werk wird aktuell verlängert.

Um zukünftig ganz und nicht nur halbe Züge abfertigen zu können wird das Gleiswerk für sehr viel Geld modernisiert und erweitert.

Es sollen künftig ganze, nicht nur halbe Züge abgefertigt werden können, was die Lärmbelastung für die Anwohner deutlich reduzieren wird, da am Bahnhof in Hengersberg viel weniger rangiert werden muss.

Der Ausbau der Schiene wird künftig bis zu 30.000 Fahrbewegungen also  jährlich 15.000 LKW ersetzen, was auch eine erhebliche CO2-Verringerung darstellt. Zusätzlich sind umfassende Lärmschutz-maßnahmen vorgesehen wie etwa eine 400 Meter lange Lärmschutzwand am neuen Rundholzlager.

MdL Ralf Stadler zeigte sich besonders beeindruckt von der Energie-Effizienz des Sägewerks und lobte die Firma Schwaiger als „Vorzeige-Unternehmen“ der Region, das bei der Einstellung von neuen Arbeitskräften wenn irgendwie möglich auf Leiharbeiter verzichtet. Sowas findet man in der freien Wirtschaft nicht mehr, ergänzt der Abgeordnete. 

Das 1911 gegründete Sägewerk in Hengersberg fährt einen Dreischichtbetrieb mit mittlerweile 260 Mitarbeitern auf mehr als 30 Hektar Betriebsfläche.

Jährlich werden eine Million Festmeter Rundholz geschnitten und 235.000 Tonnen Pellets aus Reststoffen hergestellt. Das Unternehmen exportiert seine Produkte in viele Länder. Neben Europa bedient man auch Märkte in China, Indien, Pakistan, sogar  bis in die USA gelangt das „Schwaiger-Holz“ aus Niederbayern, denn es ist besonders auch für die in den Vereinigten Staaten bevorzugte „Holz-Ständerbauweise“ geeignet.

Somit freut man sich über den Bauboom in den USA, denn hierzulande profitiert man von der verstärkten Nachfrage für Schnittholz, das aus dem Bayerischen Wald stammt. Wobei auch das „Käferholz“ hierfür geliefert wird, da die lediglich optische Beeinträchtigung in diesen Märkten akzeptiert wird.

Dabei hat sich der Schwerpunkt der Produktion auf Kurzholz (4 und 5 Meter Fixlängen) verlagert, da Langholz (21 Meter) nur noch selten bereit gestellt wird. 

Ein weiteres Standbein des Unternehmens ist die Pellets-Produktion, dadurch wird gewährleistet, dass keine Reststoffe bei der Holzproduktion entstehen. Es wird somit alles verwertet. Die Produktion gilt daher als besonders nachhaltig und energiesparend.  Beeindruckend sind auch folgende Zahlen:

– 48 Megawatt thermische Leistung werden aus der Rinde für die Holztrocknung und die Pellets-Produktion gewonnen.

– 4,5 Megawatt Strom produziert der Betrieb, wovon 100% in das öffentliche Netz gehen.

– 6 Berufe werden bei der Firma Schwaiger ausgebildet, vom Industriemechaniker bis zum Mechatroniker für Baumaschinentechnik, wobei jedoch der Beruf des Holzbearbeitungs-mechanikers die Kernkompetenz des Unternehmens ist. Rückläufige Ausbildungszahlen belasten auch die Firma Schwaiger, das nicht zuletzt auch daran liegt, dass die Berufsschule für Holzberufe im nicht gerade nahegelegenen oberbayerischen Rosenheim liegt.

„Ich wünsche der Firma Schwaiger weiterhin viel Erfolg bei der Umsetzung ihrer Projekte mit dem CO2-neutralen Rohstoff Holz und werde bei Bedarf Hilfe anbieten“, versicherte Stadler dem Betriebsleiter.

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