Landwirtschaft

Positionen Ralf Stadler Mitglied im Ausschuss Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

Die AfD erklärt den Erhalt der ländlichen bayerischen Kulturlandschaft zum Ziel, der Entzug von landwirtschaftlichen Flächen ist einzudämmen. Sie ist für den Erhalt der bäuerlichen Familien-betriebe. Zudem will die AfD Ökologie und Ökonomie in Einklang bringen. 

Sowohl konventionelle als auch biologische Landwirtschaft sind wichtig für eine gesunde und bezahlbare Ernährung. Fehlentwicklungen durch falsche Marktinstrumente wie Subventionen sind dem Bauern nicht anzulasten. Ausufernde Bürokratie müsse abgebaut werden. (z.B. Cross Compliance). Wir brauchen endlich eine Landesregierung, die sich für unsere bäuerlich geprägte Landwirtschaft einsetzt und nicht durch immer neue Gesetze und Regulierungen zusätzlich den Druck erhöht, fordert der Landtagsabgeordnete der AfD Ralf Stadler. 

Wir haben in Niederbayern noch bäuerliche Strukturen, die sicherstellen, dass bezahlbare und gesunde Lebensmittel in unserem Land produziert werden können. Der Erhalt der Artenvielfalt und die Biodiversität ist uns als AfD-Fraktion sehr wichtig. Dabei setzen wir auf Freiwilligkeit statt Zwang, um mit den Bauern zusammen – statt gegen sie zu arbeiten. 

Zu diesem Zwecke suche ich den Kontakt zu den heimischen Landwirten und informiere mich über die neuesten Entwicklungen und die wesentlichen Zukunftsthemen der Bayerischen Landwirtschaft, so der Abgeordnete Stadler. 

Auf europäischer Ebene setzen wir uns für eine Umschichtung der Direktzahlungen zu Gunsten von kleineren und mittleren Betrieben ein. Das heißt deutlich weniger Flächenförderung und mehr für Förderung von Agrarumweltmaßnahmen. Es kann nicht sein, dass 20 % der Landwirte 80% der Flächenförderungen erhalten. Dieses Ungleichgewicht gilt es abzubauen.   

Der Bauer als Unternehmer ist nicht nur Produzent von Nahrungsmitteln. Er erhält unsere Kulturlandschaft, Wälder und Wiesen in der jetzigen Form. (Regionale Vermarktung konven-tioneller und biologisch erzeugter Nahrungsmittel). Die AfD will, dass Handel, Tausch und Vermehrung alter Sorten, die keinem Sortenschutz unterliegen, aus dem Saatgutverkehrsgesetz ausgenommen werden. „Alte Kultursorten gehören zum kollektiven Eigentum der Menschheit“

Die AfD spricht sich für effektiven Naturschutz aus, biologische Vielfalt ist zu erhalten. In der Nutztierhaltung spricht sich die AfD für artgerechte Haltungssysteme aus, die an die Tierart angepasst sind, und nicht umgekehrt. Kupieren von Schwänzen oder das Schnabelkürzen werden abgelehnt. Wobei bei der Umstellung z.B. von der Anbindehaltung auf die Freilaufhaltung immer die praktikable Lösung im Vordergrund stehen soll und finanziell vertretbare Überganglösungen angestrebt werden.

Die AfD fordert eine beständige Anpassung der Tierschutzverordnungen an den neuesten Stand. Jedoch lehnen wir die Inhalationsnarkose mit „Isofluran“, wie es das Bundesministerium für Landwirtschaft vorantreibt, ab. Eine Lokalanästhesie ist für die kleineren und mittleren Betriebe in Bayern die praktikabelste und kostengünstigere Variante. 

Artgerechte Nutztierhaltung umfasst dabei auch den Transport auf kurzen Distanzen zum nächstmöglichen Schlachthof. Betäubungsloses Schlachten von Tieren lehnt die AfD ab – und auch das Schächten mit vorheriger Elektrokurzzeitbetäubung (für Juden und Muslime eine Glaubensvorschrift, für die es eine Ausnahme im Tierschutzgesetz gibt (Verbot von Schlachttiertransporten ins Ausland).

Die AfD ist für eine Förderung des Baumaterials und Energieträgers Holz. Die Schaffung weiterer Nationalparke, die mit der Stilllegung forstwirtschaftlicher Flächen verbunden sind, lehnt die AfD ebenso ab wie das Abholzen der Wälder zur Errichtung von Windkraftanlagen.

Was Wolf, Biber und Kormorane angeht, ist das Ziel einen Ausgleich zwischen den Ansprüchen von Wildtieren und den Interessen der Land- und Teichwirte herzustellen. Wobei die Bedeutung der Kulturlandschaft im Vordergrund steht.