Staatsregierung will „Seepferdchen“ mit 50 EUR fördern statt Schwimmunterricht anzubieten

Wir haben die Staatsregierung aufgefordert, unverzüglich alle ausgefallenen Schwimmkurse nachzuholen und geeignete Voraussetzungen zu schaffen, um den schulischen Schwimmunterricht dauerhaft zu gewährleisten. (vgl. Dringlichkeitsantrag vom 24.06.2021 Im Schuljahr 2020/2021 ausgefallenen Schwimmunterricht verbindlich nachholen – Nichtschwimmer-Bugwelle vermeiden).

Stattdessen möchte die Staatregierung Kinder nun mit einem Gutschein von bis zu 50 EUR locken, um das Schwimm-Leistungsabzeichens „Seepferdchen“ zu erwerben. Anscheinend soll damit eine ordentliche Schwimmausbildung nachgeholt werden. Einen Ersatz für den Schwimmunterricht stellt das nicht dar.

Die Staatsregierung versucht erneut den Unterricht auf die Vereine abzuwälzen und diese mit Prämien zu ködern. Die Vereine können diese Bildungsarbeit nicht leisten. Schon gar nicht beim ersten Schwimmunterricht. Außerdem besteht die Gefahr, dass wieder nur abkassiert wird.

Ziel muss es sein, einen verpflichtenden Schwimmunterricht für alle anzubieten, damit spätestens in der vierten Klasse alle Kinder schwimmen können. Nur so kann sichergestellt werden, dass es keine Badeunfälle bei Kindern mehr gibt.

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